Toleranz das tolle Wort

Toleranz: Ich bin tolerant - drei Worte welche viel und nichts sagen.

  • Toleranz gegenüber was?
  • Wem gegenüber oder wie sehr?
  • Wo sind die Grenzen?

Wer die Presse liest, kommt immer wieder mal ein Votum für mehr Toleranz zu hören - auch von uns Betroffenen: für mehr Toleranz - ich erwarte Toleranz - wir haben den Anspruch auf Toleranz - ich erwarte, dass ich so akzeptiert werde wie ich bin.


Wirklich, ist das so einfach?
Sicher nicht, denn wer Toleranz fordert sollte ja auch tolerant sein. Was bedeutet, ich muss auch Menschen tolerieren können, welche (m)eine Wesensart oder „Problem“ nicht verstehen. Ich akzeptiere solche Menschen, ich verachte sie nicht, wechsle aber auch die Strassenseite nicht, wenn diese mir begegnen. Aus meiner Sicht haben diese Menschen eine Art „Blindheit“.

Die Zeit lehrte mich, zuerst jedem zuzuhören, auch wenn ich selbst zuerst ein Vor-Urteil habe, dann nachzudenken, um das „Problem“ meines Gegenübers zu verstehen. Meist gibt dieser Austausch dann doch einen erheblich anderen Blickwinkel, eine neue Perspektive. Natürlich gibt’s auch den Moment wo ich für mich denke: das geht mir etwas zu weit, dennoch behandle ich den Menschen dann mit Würde, respektvoll, höflich und nett.